Start Tischtennis Neuigkeiten SCW Göttingen wird mit dem dritten Platz des Inklusionspreises des LandesSportBund Niedersachen 2017 ausgezeichnet
SCW Göttingen wird mit dem dritten Platz des Inklusionspreises des LandesSportBund Niedersachen 2017 ausgezeichnet
Geschrieben von: Stefan Düsterdiek   
Donnerstag, den 16. November 2017 um 23:28 Uhr

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Am 10.11.2017 wurde der LSB „Inklusionspreis 2017“ an drei Vereine aus Niedersachsen feierlich im Presseraum der HDI Arena in Hannover überreicht. Die TSG Hatten-Sandkrug gewann von insgesamt 34 Vereinen den diesjährigen Wettbewerb, auf den Plätzen zwei und drei folgten die Handicap Kickers Hannover und der SCW Göttingen von 1913.

Voller Stolz und mit viel Freude nahmen Thomas Koch, Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung des SCW Göttingen, Frauke Alves, Mitinitiatorin des „sport grenzenlos“ Tischtennislehrganges vom SCW Göttingen und Holger Nikelis, vom „sport grenzenlos“ Team, zweifacher Paralympicssieger und mehrfacher Welt- und Europameister im Tischtennis den Preis entgegen.

Die Tischtennisabteilung des SCW Göttingen ist bereits seit rund 20 Jahren barrierefrei zugänglich und bietet inklusives Training für Menschen mit und ohne Behinderung an. Tischtennisspieler mit Behinderung sind aktiv in den Mannschaften integriert und nehmen am Punktspielbetrieb und Vereinsmeisterschaften teil. Rollstuhlfahrer und aktiver Tischtennisspieler Matthias Kleinert unterstützt seit Jahren als Trainer das Jugendtraining. Höhepunkt ist der seit vier Jahren stattfindende „grenzenlose“ Tischtennislehrgang in der Sporthalle am James-Franck-Ring in Göttingen, ein Modellprojekt initiiert vom SCW Göttingen zusammen mit Holger Nikelis, der mit seinem Projekt „sport grenzenlos“ Berührungsängste überwindet und durch gemeinsame sportliche Aktivitäten von behinderten und nichtbehinderten Sportlern den Behindertensport aktiv fördert. Während drei  Tagen trainieren mehrere Mitglieder der Tischtennis-Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) gemeinsam mit jungen tischtennisbegeisterten Nachwuchsspielern im Alter von 9 und 18 Jahren. Das „sport grenzenlos“ Team demonstriert, dass gerade im Tischtennis das Training sehr gut auf individuelle körperliche Einschränkungen angepasst werden kann. So lernen die Kinder ohne Behinderung, was es heißt mit verschiedenen Handicaps Tischtennis zu spielen, bspw. im Rollstuhl oder wenn man nur eine Hand zur Verfügung hat. „Sport grenzenlos“ Trainer Michael Meißner sorgt dafür, dass alle Lehrgangsteilnehmer in den von ottobock zur Verfügung gestellten Rollstühlen trainieren können, um sich mit den Behindertensportlern „auf Augenhöhe“ sitzend zu messen. Die Behinderungen der Nationalspieler werden von den jungen Teilnehmern neugierig, mit immer größerer Selbstverständlichkeit und am Ende kaum mehr wahrgenommen. Die Zuschauer können die Talente der Nationalspieler in einem Showmatch erleben, bevor sie selbst zum Schläger greifen und aktiv erfahren, dass Tischtennis sehr gut geeignet ist, Barrieren zu überwinden.

Die Planungen zum fünfjährigen Jubiläum vom 5.1. bis 7.1.2018 sind im vollen Gange, um Inklusion erneut aktiv zu leben.

 
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